Ausbildung

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Ausbildungskurs für Ärzte in Ayurveda

Unser Gesundheitssystem ist ständig neuen Herausforderungen ausgesetzt – Coronavirus und Antibiotikaresistenzen sind nur einige davon. Durch seinen ganzheitlichen Ansatz leistet Maharishi Ayurveda einen herausragenden Beitrag zur Lösung dieser Probleme und zur Schaffung guter Gesundheit für die ganze Bevölkerung.

Der Ayurveda ist die überlieferte Naturheilkunde der traditionellen indischen, vedischen Kultur und Zivilisation. Leider wurde er in der Kolonialzeit nicht ausreichend gefördert, so dass wesentliche Aspekte verloren gingen. Ab 1980 wurde dieses alte Wissen durch die Arbeiten des vedischen Gelehrten Maharishi Mahesh Yogi und vieler weiterer bedeutender traditioneller und moderner Ärzte wiederbelebt und in den folgenden Jahren auf der ganzen Welt bekannt gemacht.

Heute ist der Ayurveda in Indien und den umliegenden Ländern weit verbreitet und wird dort überall von Staates wegen anerkannt und unterstützt. In Indien gibt es über 150 ayurvedische Colleges, in denen ayurvedische Ärzte in 4 – 5 – jährigen Studienprogrammen ausgebildet werden sowie zahlreiche staatliche Forschungsinstitute und Forschungsorganisationen.

Wesentlich am Ayurveda ist sein Ansatz, Gleichgewicht im Stoffwechsel und im Geist zu schaffen. So wird das Immunsystem gestärkt und die Abwehrkräfte auch gegen neuartige Krankheiten verbessert.

Ayurveda besitzt aufgrund seiner theoretischen Grundlagen eine eigenständige Diagnostik und Therapie. Damit kann er krankhafte Systemabweichungen erkennen und in ein physiologisches Gleichgewicht zurückführen. Dies geschieht im Wesentlichen über die nachfolgend aufgeführten Heilverfahren, die durch das einheitliche Denkmodell miteinander in Beziehung stehen.

  1. Bewusstsein: Yoga und Meditation
  2. Beratung in der Lebensführung
  3. Ernährungslehre
  4. Arzneimitteltherapie
  5. Panchakarma und manuelle Therapien

In der Diagnostik spielt im Ayurveda die traditionelle Pulsdiagnose eine bedeutende Rolle, wobei auch eine Anamnese erhoben, eine körperliche Untersuchung durchgeführt und die Ergebnisse nach ayurvedischen Prinzipien ausgewertet werden. Laboruntersuchungen und bildgebende Verfahren werden nach Bedarf angewendet.

Das Ausbildungsprogramm der Schweizerischen Ärztegesellschaft für Ayurveda vermittelt die grundlegenden Kenntnisse im Bereich des Ayurveda, um diesen in der täglichen Praxis ausüben zu können.

Ausbildungsprogramm

Teil 1: Grundlagen (90 Std, 6 Wochenenden)

  • Grundbegriffe: Geschichte und Philosophie des Ayurveda, Doshas und ihre Untereinheiten, Prakriti, Vikriti, Dhatus, Upadhatus, Ojas, Malas, Agnis, Shrotas.
  • Befunderhebung: Praktische Feststellung von Prakriti (natürliches Gleichgewicht) und Vikriti (Gesundheitsstörungen) durch die verschiedenen ayurvedischen Diagnosemethoden einschliesslich Pulsdiagnose.
  • Ayurvedische Ernährungslehre.
  • Tages- und Jahreszeitenroutine (Chronobiologie)
  • Bewusstsein: Yoga und Meditation. Diese nehmen im Ayurveda eine wesentliche Rolle ein. Man kann den Patienten Meditation aber nur dann glaubwürdig empfehlen, wenn man diese selber praktiziert. Aus diesem Grund ist ein Einführungskurs in die wissenschaftlich am besten erforschte Meditationstechnik (Transzendentale Meditation) ein Teil des Kurses.
  • Einführung in die Aromatherapie

 

Teil 2: Dravyaguna (Heilkräuter und Mineralien, 30 Std, 2 Wochenenden)

  • Allgemeine Prinzipien
  • Einzelsubstanzen: Heilpflanzen und Mineralien
  • Kombinationspräparate

 

Teil 3: Die wichtigsten Krankheitsgruppen im Ayurveda (Ätiologie, Pathogenese, Therapie, 120 Std, 8 Wochenenden) 

  • Krankheiten des Verdauungssystems
  • Herz- und Kreislaufkrankheiten
  • Krankheiten der Atemwege
  • Krankheiten des Bewegungsapparates
  • Stoffwechselkrankheiten
  • Psychische und neurologische Krankheiten
  • Hautkrankheiten
  • Krankheiten des Fortpflanzungssystems (und der ableitenden Harnwege?)

 

Teil 4: Panchakarma und manuelle Therapien (90 Std, 6 Wochenenden oder 2 Wochen)

  • Kenntnis von Indikationen, Kontraindikationen und Anwendung der verschiedenen Arten von Abhyanga (Massage), Svedana (Wärmebehandlungen) und internen Reinigungsbehandlungen (Vamana, Virechana und Basti) sowie Nasya und weiteren manuellen Therapien.

 

Kursleitung:

Dr. med. Barbara Grandpierre; Dr. med. Oliver Werner. Beides sind Ärzte mir jahrzehntelanger Erfahrung in Maharishi Ayurveda.

Übungen für die Zeit zwischen den Kursen

Für die Zeit zwischen den Kursen werden regelmässig Übungsaufgaben gegeben.

Prüfungen

Es finden während der Ausbildung regelmässig Prüfungen über das Gelernte statt. Zum Abschluss findet ein Schlussexamen statt.

Kursbeginn, Kursdauer

Der Kurs beginnt im Herbst / Winter 2020/21. Der genaue Kursbeginn wird mit den Teilnehmern festgelegt (unter Berücksichtigung evtl. noch vorhandener Covid-19-Restriktionen). Es ist geplant, die Ausbildung innerhalb von 3 Jahren abzuschliessen.

Kursort

Veda-Haus, Chrummweid 1, 6026 Rain.

Kosten:

Teil 1 – 3: Fr. 680.- pro Wochenende. Teil 4 sowie Meditationskurs (im Teil 1) nach Absprache.

Anmeldung bis 30. september 2020: